Tag des Liedes 2026

Tag des Liedes auf dem Tymmo-Berg in Lütjensee
Das Lied „Freude schöner Götterfunke“, ein Teil unserer Europa-Hymne, verwandelte die Lütjenseer Tymmo-Kirche in einen Konzertsaal. Die bekannten Klänge, fünfstimmig und voluminös von 20 Sängern/rinnen aus 2 Chören (Gemischter Chor Großensee und MGV Siek, dirigiert von Kristof Skladanowski) vorgetragen, erzeugten bei etlichen Zuhörern eine Gänsehautstimmung.

Der 30-öpfige „Peter-Rantzau-Haus“ Chor-aus Ahrensburg unter der Leitung von Heinz Jung schaffte es ebenfalls leicht, durch die Liederauswahl und dem gut abgestimmten vierstimmigen Gesang, die Akustik des Raumes voll auszunutzen und die Zuhörer zu begeistern.

Der „Ahrensburg-Hamfelder-Shantychor“ und die „Schaalseejungs“ bewiesen mit ihrer das Publikum mitreißenden, kräftigen Art des Singens bekannter Seemannslieder, dass Shantys für und Norddeutschen bereits Volkslieder sind.

Der Höhepunkt des Festes war das gemeinsame Singen von Kinder- und Volksliedern mit allen Anwesenden. Durch das Ausliegen der Notenmappen war die Bereitschaft des Mitsingens sehr groß. Da die Leiterin des Lütjenseer Singkreises wegen Erkrankung nicht dirigieren konnte, ergriff Heike Baars aus der LEuSI-Gruppe (LEsen und SIngen) des Trittauer Gesangvereins beherzt ihre Gitarre und führte das gemeinsame Singen an.

„Gemeinsames Singen stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und macht deutlich,dass Kultur etwas ist, das wir gemeinsam gestalten und erleben“, so der Lütjenseer Bürgermeister Heiko Röttinger in der Eröffnungsrede und weiter, da er wusste, dass die LEuSI´s Kitas besuchen, um Kinder- und Volkslieder vorzustellen: „Denn nur wenn junge Menschen unsere kulturellen Traditionen kennenlernen und mit Leben füllen, können diese auch in Zukunft bestehen“.

Wahre Worte, aber es waren nur 2 Elternpaare mit ihren Kindern erschienen. Muss der schöne analoge Wert des gepflegten Gesanges zukünftig einer digitalisierten Show weichen? „Warum werden von Familien, Schulen und vor Allem von den öffentlichen Medien keine Volkslieder mehr unterstützt? Können junge Menschen unsere Volksweisen kenn und beurteilen, wenn sie diese nie hören?“

„Wir vom Trittauer Gesangverein wollen die traditionellen musikalischen Werte pflegen, erhalten und fördern und würden uns über Ideen und Mitmacher freuen“ so Jürgen zum Felde, der Leiter des Vereins in seiner Abschlußrede zum „Tag des Liedes“.

Er bedankte sich am Ende für die Bereitstellung des Geländes bei der Tymmo-Gemeinde, den zahlreichen Mitsängern/rinnen und den vielen helfenden Händen.

Jürgen zum Felde

Dieser Artikel erschien auch im „Hahnheider Landboten“ am 18. Juni 2026.

Fotos: Walter Domscheit

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